Ratgeber

Shop-Kategorieseite

Grundlagen zur Erstellung einer Shop-Kategorieseite


Worum geht es bei einer Shop-Kategorieseite?


Eine Shop-Kategorieseite ist prinzipiell eine Liste mit Produkten und nicht mehr. Allerdings kann eine sie auch viel mehr sein als nur das. Sie könnte beispielsweise eine Hub Page sein und damit zusätzlich als Kaufratgeber fungieren und Fragen beantworten. Es ist also möglich mit einer Shop-Kategorieseite einen Expertenstatus für verschiedene Themen zu vermitteln und den Rechercheprozess der potenziellen Kunden durch zusätzliche Informationen zu unterstützen.

Um dieses Ziel erfolgreich zu verfolgen bedarf es neben guten Inhalten und Produktbildern noch einige Elemente, jedoch ist es wichtig zu erwähnen, dass nicht alle dieser Elemente zwingend auf einer Kategorieseite zu finden sein müssen.


Warum sind Kategorieseiten wichtig?


Um die Relevanz von Kategorieseiten nachvollziehen zu können, versetzt man sich in die Lage der Nutzer. Diese werden in zwei Kategorien untergliedert.

  • Der Jäger: Dieser Einkaufstyp hat ein konkretes Kaufinteresse an einem bestimmten Produkt. Die Aufgabe ist es nun Ihn bei seiner Suche zu unterstützen, indem der Prozess so leicht wie möglich gemacht wird.

  • Der Sammler: Es besteht kein konkretes Kaufinteresse. Dieser Nutzer hat die Absicht zu stöbern und sich inspirieren zu lassen. Hier besteht die Chance ihn zu überzeugen.
Vorteile:
  • Kategorieseiten stellen eine Methode zum Finden von Produkten dar. Viele Nutzer bevorzugen diesen Weg der Suchfunktion und lassen sich so überzeugen, insofern die Kategorien gut strukturiert sind.

  • Der einzige Weg, um den Sammlertyp anzusprechen. Sind die Kategorien ansprechend und gut sortiert, so wird er gerne länger im Shop verweilen und sich womöglich dazu entscheiden einen Kauf zu tätigen.

  • Ein Großteil der Nutzer steigt nicht auf der Startseite, sondern direkt auf der Kategorieseite ein. Es ist also von Vorteil die Nutzer mit SEO oder SEA in den Shop zu ziehen und direkt mit der Kategorieseite zu überzeugen.

Was sind wichtige Elemente für eine Kategorieseite?


Individueller Title Tag und Metadescription

Metadaten sind das erste, was der Nutzer zu sehen bekommt. Es ist also sinnvoll das Kategorie-Suchwort im Meta-Titel und in der Beschreibung zu erwähnen. Trotzdem ist es notwendig beide Felder so emotional wie möglich zu gestalten, da der Hauptzweck der Metadaten ist, den Nutzer zum Klick zu motivieren. Aufforderungen, oft auch Call to Action genannt, am Ende einer Metadescription unterstützen diesen Zweck.

 

 

Auf der Kategorieseite sollte der Nutzer sofort erkennen, dass er auf einer für ihn passenden Seite ist, das wird dadurch erreicht, dass die Überschriften auf der jeweiligen Kategorieseite zu seiner Suchanfrage passen. Um für eine noch bessere Orientierung aus Nutzersicht zu sorgen ist es sinnvoll ein Breadcrumb-Menü hinzuzufügen. Auch die URL-Struktur kann bei einer Orientierung helfen, diese sollten sinnvoll und hierarchisch aufgebaut sein.

 

Individueller Titel

Emotionale Titel laden zum Stöbern ein. Es sollte also drauf geachtet werden, dass der Titel in erster Linie den jeweiligen Inhalt der Seite so präzise wie möglich widerspiegelt, trotzdem sollte der Titel auch einladend sein, da es sich bei einem Kauf prinzipiell um einen emotionalen Vorgang handelt. Damit dieses Ziel erreicht wird, können Snippets eingefügt werden, um einen gesteigerten emotionalen Zusatznutzen zu vermitteln.

Kundenzentrierte Inhalte

Die Inhalte beginnen in der Regel mit einem Teaser von ca. 50 Wörtern. Hier wird versucht das Produkt so emotional wie möglich aufzubereiten und den speziellen Mehrwert des Produktes hervorzuheben. In einem Langtext wird das Produkt dann ausführlicher und objektiver beschrieben. Zweck dieser Kundenzentrierter Inhalte ist es die Kategorieseite als Hubseite anzusehen und den Nutzern bei der Recherche sowie Navigation zu unterstützen. Zudem stellt die Shop-Kategorieseite neben der Startseite die wichtigste Einstiegsseite dar. Um den größten Nutzen für einen Nutzern bieten zu können ist es wichtig sich zu fragen, welche eventuellen Fragestellungen oder Probleme ein Nutzer mit sich bringen könnte und wie man diese beheben kann. Hier wird das Angebot auf den Nutzern personalisiert und auf seine Bedürfnisse eingegangen.

 

Verlinkungen auf Unterkategorien

Auf der jeweiligen Kategorienseite wird unterhalb des Teasertextes auf die jeweiligen Unterkategorien verlinkt, hier werden beispielsweise verschiedene Marken angeboten. Es wird versucht den Nutzern eine gewisse Hilfestellung zu geben, damit er sich in den einzelnen Kategorien besser zurechtfinden und schnellstmöglich das findet, wonach er sucht.

 

Filter

Ein Filter soll dem Nutzer dabei helfen schneller das zu finden was er sucht und den Kaufprozess zu erleichtern. Man untersucht also wie die jeweiligen Zielgruppen. Hilfreich hierfür sind beispielsweise häufig verwendete Keywords, Kundenbefragungen und Umfragen. Bei einer unklaren Filterstruktur ist es von Vorteil, wenn man zusätzlich Bilder oder Erklärungen verwendet um den Prozess so Nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Hier sollte jedoch bedacht werden, dass es wichtig ist die jeweiligen URLs richtig zu managen, damit etwaige Rankings nicht unterdrückt werden.

 

Sortierung nach Bestsellern

Auch eine Sortierung nach Bestsellern kann dabei helfen eine User Experience besser zu gestalten. Häufig ähnelt sich das Kaufverhalten der einzelnen Individuen sehr. Eine Sortierung nach Bestsellern stellt also eine geeignete Entscheidungshilfe dar, da sich der Nutzer oftmals auf die Meinung einer großen Mehrzahl verlässt und daraus schließt, dass das Produkt gut sein muss. Eine andere Möglichkeit wäre beispielsweise Marken hervorzuheben. So kann das Unternehmen für mehr Keywords ranken und unentschlossene Nutzer können sich auf vertraute Marken stützen.

 

Bewertungen

Um das Vertrauen der Nutzer zu wecken ist es möglich die Bewertungen von Produkten in der Kategorie aggregiert anzuzeigen. Das hat den Vorteil, dass die Kundenzufriedenheit aufgezeigt und sofort wahrgenommen wird. Zudem wird ein gewisses Maß an Sicherheit vermittelt und so die Kaufentscheidung verkürzt.

 

 

Verlinkungen zu hilfreichen Anleitungen

Je teurer ein Produkt ist, desto länger ist der Kaufprozess und desto mehr recherchiert der Nutzer im Vorfeld. Stellt ein Unternehmen also gleich zusätzliche Informationen zur Verfügung und verlinkt auf supporting content, vermeidet er, dass der Kunde die Seite verlässt, um sich anderweitig zu informieren und gegeben falls auch den Kauf woanders zu tätigen.

 

Über- und Zwischenkategorien

In manchen Fällen ist es nur wenig sinnvoll Produktbilder anzuzeigen. Beispielsweise, wenn der Nutzer noch nicht an dem Punkt ist, an dem er sich Produkte ansehen möchte, sondern erst noch zur richtigen Kategorie kommen muss. Das Ziel ist es also den Nutzer mithilfe von Über- und Unterkategorien so schnell wie möglich auf die richtige Kategorieseite zu bringen und ihn dabei zu unterstützen den nächsten Schritt zu machen.


Aufgaben


Zielorientierte Besucher zufrieden stellen

Zielorientierte Besucher haben Vorstellungen, was das Produkt erfüllen soll, haben aber kein konkretes Produkt im Kopf. In diesem Fall müssen Kategorieseiten den Nutzer so schnell wie möglich an sein Ziel führen.

Möchte ein Nutzer die Kategorieseite nutzen, um gezielt nach Produkten zu suchen, gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei einer Produktsuche.

  • Der Kunde muss sich jederzeit orientieren können
  • „Top-Angebote“ müssen zur Suchintention passen
  • Die Anwendung muss so leicht wie möglich sein
  • Kaufanreize

Prozessorientierte Besucher zufrieden stellen

Prozessorientierte Besucher schauen sich Kategorien und Unterkategorien an, um sich inspirieren zu lassen, da sie nur eine wage Idee haben, was sie wollen. Vielfältige und attraktive Produktpräsentationen auf allen Kategorieseiten sind also von Vorteil. Auf den jeweiligen Kategorieseiten, auf welchen die konkreten Produkte beworben werden sind folgende Aspekte nützlich:

  • Attraktive Bilder
  • Mousse over Effekte
  • Relevante Produktinformationen

Aspekte von Kategorieseiten


Einfache Orientierung und Navigation

 

Grafiken und Symbole

Das ganze Sortiment wird auf einen Blick dargestellt. Diese Art der Darstellung ist sowohl für Ziel- als auch Prozessorientierte Besucher geeignet. Im Idealfall passen alle Bilder auf eine Bilschirmseite, sollte es jedoch zu viele Kategorieseiten geben, ist es von Vorteil einfach Symbole statt Bildern zu nehmen. Um diese optisch ansprechender zu gestalten, ist ein Mousse over Effekt beispielsweise von Vorteil.

 

Zusätzliche Navigationen

Neben der Standardnavigation sind außerdem Auswahlmöglichkeiten durch zusätzliche Text-Navigation möglich. Besonders bei vielen Unterkategorien ist dies von Vorteil, da diese Art der Navigation sehr übersichtlich ist und vor allem für zielorientierte Besucher einen Mehrwert bietet. Die Platzierung befindet sich in der Regel auf der linken Seite.

 

Breadcrumb-Navigation

Hier wird der Kategoriepfad mit kurzen Textzeilen dargestellt, so kann sich der Nutzer auch mit vielen Unterkategorien zurechtfinden. Zudem kann diese Navigation auch durch ausklappbare Menüs erweitert werden.

 


Bestimmte Aktionen bewerben

Nicht nur spezifische Produkte können per Teaser angepriesen werden, sondern auch bestimmte Unterkategorien in den Vordergrund gestellt werden.

Als Shop-Betreiber haben Sie die Möglichkeit, die Kategorien zu bewerben,

  • in denen Sie neue Produkte anbieten,
  • mit denen Sie hohen Margen erreichen,
  • in denen Sie hohe Lagerbestände aufweisen oder
  • die zur aktuellen Jahreszeit, Saison oder Anlass passen

Aktionen bewerben

Kategorieseiten können außerdem eingesetzt werden, um Besucher auf aktuelle und/oder bald auslaufende Rabattaktionen hinzuweisen.

 

Markenlogos

Dieses Vorgehen wird hauptsächlich in der Modebranche eingesetzt, kann aber auch für alle anderen Branchen von Vorteil sein. Prozessorientierte Besucher, die noch keine konkreten Produkte im Kopf haben, können so, schnell die Artikel vertrauter Marken ansehen.

 

 

Texte

Die meisten Texte auf Kategorieseiten sind für die Suchmaschinenoptimierung geschrieben und befinden sich deshalb sehr weit unten auf der Seite. Für die Kunden bieten Sie nur selten einen Nutzen. Kurze Texte können Besucher davon überzeugen, weshalb es sich für sie lohnt, die Produkte des entsprechenden Shops zu kaufen. Unternehmen können lesenswerte Hintergrundinformationen zur Kategorie zur Verfügung stellen. So können sich die Kunden umfassend über das Thema informieren, aufgrund dieser Informationen eine Produktauswahl treffen und diese direkt bei Ihnen bestellen.

 

Fazit


Abschließend lässt sich also sagen, dass eine gute Struktur innerhalb einer Shop-Kategorieseite unabdingbar ist. Beachtet man die eben genannten Schritte, so kann man potenzielle Kunden überzeugen und sie zu einem Kauf verleiten. Neben einer sinnvollen Hierarchie und Struktur ist es ebenfalls wichtig, dass sich der Nutzer jederzeit innerhalb der verschiedenen Kategorien orientieren kann und die Navigation so übersichtlich wie möglich gestaltet ist. 

 

Autor: Kim Küchle
Erstellt am: 
28.08.2020